Die grosse Gereiztheit

nach „Der Zauberberg“ von Thomas Mann

Regie Karin Henkel, und Ensemble, unter der finalen Leitung von Maximilian Enderle (Regie) und Viola Hasselberg (Dramaturgie) / Bühne Thilo Reuther / Kostüme Adriana Braga Peretzki / Musik Alain Croubalian / Chorleitung Christine Gross / Support Sounddesign Arvild Bauld / Video Kevin Graber, Ruth Stofer / Regieassistenz Maximilian Enderle
Mit Christian Baumbach, Ludwig Boettger, Gottfried Breitfuss, Carolin Conrad, Fritz Fenne, Katrija Lehmann, Isabelle Menke, Michael Neuenschwander, Lena Schwarz, Friederike Wagner, Milian Zerzawy, Alain Croubalian, Kay Buchheim, Matthias Lincke

Christian Baumbach
Ludwig Boettger
Gottfried Breitfuss
Carolin Conrad
Fritz Fenne
Katrija Lehmann
Isabelle Menke
Michael Neuenschwander
Lena Schwarz
Friederike Wagner
Milian Zerzawy
Marcel Zimmermann
Vlora Mulaku
Barblin Leggio
Raquel Forster
Musiker Alain Croubalian
Musiker Kay Buchheim
Musiker Matthias Lincke
 
Regie Karin Henkel, und Ensemble, unter der finalen Leitung von Maximilian Enderle (Regie) und Viola Hasselberg (Dramaturgie)
Bühne Thilo Reuther
Kostüme Adriana Braga Peretzki
Musik Alain Croubalian
Chorleitung Christine Gross
Choreografische Beratung Ilona Kannewurf
Support Sounddesign Arvild Bauld
Video Kevin Graber, Ruth Stofer
Licht Frank Bittermann
Dramaturgie Viola Hasselberg
Regieassistenz Maximilian Enderle
Bühnenbildassistenz Natascha Leonie Simons
Kostümassistenz Liv Senn
Dramaturgieassistenz Joel Franz
Inspizienz Michael Durrer
Soufflage János Stefan Buchwardt
Bühnenbildpraktikant Ondrej Graf
Kostümhospitanz Meret König
Regiehospitanz Alexander Homoki, Laura Weibel

Schiffbau/Halle
Neuer Premierentermin: 15. Mai 2019
Vorstellungsdauer: 3 Stunden inkl. Pause (von 20 Minuten)

Das vorletzte Kapitel von Thomas Manns 1924 erschienenem Roman heisst „Die grosse Gereiztheit“. Plötzlich bricht in der feinen Gesellschaft lungenkranker Sanatoriumsgäste auf dem „Zauberberg“ eine unheimliche Zanksucht und Bösartigkeit aus. Thomas Mann lässt auf die grosse Gereiztheit das Schluss kapitel „Donnerschlag“ folgen, den Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Flachland, der auch die Hauptfigur Hans Castorp auf eines der europäischen Schlachtfelder ausspuckt. Man hätte es wissen können, aber die feine Gesellschaft hat die Information gepflegt umgangen und ist so zum Opfer einer katastrophalen Umwälzung geworden. Frank Schirrmacher attestiert Thomas Mann eine phänomenale Intuition und liest den Roman als „Sensibilitätsschulung für das Eintreten unerwarteter Ereignisse“. In einem angespannten Europa 2019, dessen Nachkriegsordnung längst der Vergangenheit angehört, entwickelt die Regisseurin Karin Henkel ihre ganz eigene Lesart dieses komplexen Stoffes.


Fotos © Matthias Horn

„Eine Adaption von Thomas Manns Roman «Der Zauberberg» ist die Abschiedsproduktion der Intendanz Frey im Schiffbau. Karin Henkel holte das Buch mit ihrem Ensemble in unsere fiebrige Zeit, ohne es zu verfälschen.“ Tages-Anzeiger

„Regisseurin Karin Henkel und ihr Ensemble, das wegen einer Erkrankung unter der finalen Leitung von Maximilian Enderle und Viola Hasselberg stand, blicken nicht bloss in den kristallleuchterhellen Speisesaal eines Sanatoriums, sondern auf das erdunkelnde Europa. […] Die Kunst Karin Henkels ist es, das Grauen mit wonnevoller Langsamkeit einschleichen zu lassen, dazwischen prächtigschöne Totentänze zu zelebrieren, in memoriam Christoph Marthaler die Tische tanzen zu lassen und mit vierstimmigem Schauer die Bühne zu beschallen.“ NZZ am Sonntag

„Für die letzte Schiffbau-Produktion unter Barbara Freys Intendanz wurde gross angerichtet, der Raum maximal bespielt, Technik aufgefahren, Regietheater zelebriert - und doch dem Roman wunderbar die Treue gehalten.“ Tages-Anzeiger

„Der mit grossem Technikaufwand präsentierte Theaterabend bietet reizvolle Einblicke in eine Zwischenwelt, in der Denken zur Krankheit werden kann. Dafür gabs am Premierenabend reichlich Applaus. Bleibt die Aufforderung, den Jahrhundertroman «Der Zauberberg» nochmals zu lesen.“ seniorweb.ch

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